„Biergärten sind wichtige Vollzugsanstalten der bayerischen Trink- und Sozialkultur“. Viele Einheimische sagen, dass der Biergarten im Sommer ihr Wohnzimmer sei. Und sie praktizieren das auch. Kein lauer Abend, kein Wochenende ohne einen Abstecher zum Lieblingsbiergarten. Dazu gehört natürlich die Brotzeit. Zum Essen darf mitgebracht werden, was einem schmeckt, nur das Bier oder die Getränke müssen beim Wirt gekauft werden. 

Die Regeln: Erstens: Man holt sich seine Getränke und sein Essen selbst. Zweitens: Man spricht seinen Nachbarn an, nennt seinen Vornamen – und duzt sich. Drittens: Trotz der Verbrüderung ist am Tisch nur derjenige zugelassen, der eingeladen wird. Viertens: Pro getrunkener Mass Bier wird nicht nur vor dem ersten Schluck, sondern mindestens zehnmal angestoßen, bis der Krug leer ist. Fünftens: Sich Fast Food im Biergarten anliefern zu lassen ist nicht gestattet. Sechstens: Das Noagerl, also der Rest, bleibt im Krug. Der Bayer bevorzugt frisch gezapftes Bier.

Musikanten im Seehof am Dampfersteg in Herrsching

Der Wirt vom Seehof spielt zum Sonnenuntergang “Wenn die Sonne im Meer versinkt”. Mit diesem Song wurde Rudi Schurike, der in Herrsching lebte als Sänger in den 50er und 60er Jahren berühmt.

Sonnenuntergangsstimmung in Herrsching

Musikanten im Seehof am Dampfersteg in Herrsching